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Wie sind Sie auf den Reisebericht von Ilja Ilf und Jewgeni Petrow gestoen und wie kam es zum aktuellen Projekt der Nachreise?

FAN des legendren sowjetischen Autorenduos bin seit Jahrzehnten; auf den amerikanischen Reisebericht bin ich allerdings erst durch die Lektre von Karl Schlgels Terror und Traum/Moskau 1937 gestoen. Mein erster Impuls: Einsteigen, mitfahren, Gast zwischen den Imperien sein! Jetzt ist Das eingeschossige Amerika seit ein paar Jahren endlich auch in Deutschland zu haben: Hchste Zeit, den beiden Russen und ihren Reisefhrern 80 Jahre danach tatschlich hinterher zu fahren. einem Aufenthalt in der Villa Aurora in Los Angeles/Pacific Palisades, dem Exilwohnsitz Lion Feuchtwangers, der Ilf und Petrow ein Jahr nach ihrer Grand Tour noch persnlich in Moskau begegnet ist.

Was fasziniert Sie an den Beschreibungen der beiden Russen, anno 1935, die vor allem geprgt sind von der Faszination mit dem technischen Fortschritt und dem Staunen ber die Industrialisierung Amerikas?

Der erste Blick und die Neugier; der Witz, der Humor und die Selbstironie; das groe elektrifizierte Staunen ebenso wie die Vorurteile und Klischees in der Beschreibung der Begegnung mit einem neuen Kontinent und einer fremden Gesellschaft; und die (scheinbare) Naivitt, aus der so einfache wie berraschende Erkenntnisse kommen.

Mit welchem Ziel treten Sie gerade jetzt eine Nachreise” an und wer sind Ihre Reisegefhrten?

Jetzt oder nie! In einer Zeit und einer Gesellschaft, die sich gern fr postideologisch und postheroisch hlt, whrend sich die alten, lngst tot gesagten Blcke zweier Imperien” von einst berraschend neu als Gegner Ostwest positionieren, ist die Nachreise der Grand Tour nicht von gestern, sondern Anregung und Herausforderung zu einer neuen Bestandsaufnahme in Wort und Bild, die wir zu dritt bis viert unternehmen wollen.

Kerntruppe sind, neben Hoppe, die bildenden Knstler Jana Mller (gebrtig aus Halle) und Alexej Meschtschanow (gebrtig aus Kiew), die ihren eigenen Blick auf die Sache werfen. Ulrike Rainer vom Darmouth College/New Hampshire (gebrtig aus Wien), die die Tour organisatorisch begleitet, ist auf Teilstrecken dabei; und es gibt einen weiteren Platz fr virtuelle und echte Tramper, sprich, einen fnften bis sechsten Platz, jederzeit frei fr Leute, die auf die eine oder andere Art real oder medial zusteigen und Etappen der Reise begleiten wollen.

Sie sehen Amerika ja nicht mit russischen Augen zu Zeiten des zweiten Fnfjahresplanes, sondern mit bundesrepublikanischen Augen achtzig Jahre nach der Erstreise. Auf was werden Sie besonders achten?

Wir setzen auf CHANCE, auf Zufall und Glcksfall, auf den Moment der Begegnung. Wohl wissend, dass wir eine bundesrepublikanische Schnittmenge besonderer Art bilden und unsere eigenen Geschichten mit auf die Reise nehmen: als dreisprachige Europer und Ostwestemigranten, als Passanten zwischen Kiew, Wien, Berlin und dem Westen jenseits des Ozeans. Das ist unser Standort und Blickwechselvorteil: dass wir, halb Westen, halb Osten, keinen der Blcke, sondern das kleine Europa dazwischen reprsentieren, das sich seiner lngst nicht mehr sicher ist.

Neben den groen strapazierten Themen, ein Jahr vor der Prsidentenwahl (Technik, Medien, Big Data, Leben und Tod, Spionage und Politik), interessiert uns, allem voran, das, was noch immer am Wegrand liegt; das Eingeschossige Amerika jenseits der Metropolen: der Zaun von Tom Saywer, das Heimatmuseum, die Spuren des Wizard of Oz im mittleren Westen und die Tiere im Weien Haus.

Die Beschreibungen von Ilf und Petrow darf man ja nicht ganz wrtlich nehmen, schliesslich handelt es sich um eine literarische Reise Erzhlung. Wollen Sie im gleichen Stil neu erzhlen?

Knnte ich es, ich wre fein raus aber Vorgnger soll man nicht nachahmen wollen, man kann ihnen lediglich nachspren. Allerdings ist ihre Literatur ein Programm, das uns lehrt, was wir niemals vergessen sollten: dass alles Reisen Nachreisen ist, jeder Reisebericht eine Erfindung, die sich im Kostm vermeintlicher Information unterwegs in Geschichten verwandelt, in unzuverlssiges Material, dem wir niemals ganz trauen sollten. Genau das aber ist der Mehrwert der Literatur, die uns vom Journalismus befreit und die Wege ins eigene Reisen ebnet.

Was gefllt Ihnen so am Reisen?

Die Motorik des Schreibens. Bewegung nach vorn und nach hinten zugleich. Das Wissen, dass wir nicht wissen, was kommt. Ob die Erzhlung der Erfahrung gewachsen ist, die sich niemals ins passende Bild fassen lsst. Wer mit offenen Augen reist, passt niemals ins Bild.

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